Um im Winter erfolgreich zu sein, benötigt es neben einer guten Taktik und einer perfekten Location, gutes Futter. Die Auswahl der Futtermittel, dessen Einsatz und die Menge ist maßgeblich für den Erfolg bei kaltem Wasser verantwortlich. Auf der Suche nach Antworten, konnte uns Successful-Baits Teamangler Nils Wriedt helfen. Seine Winterangelei basiert auf dem Einsatz schnelllöslicher Futtermittel. Besonders der Einsatz von Ground- und Stickmixen brachte Nils in der Vergangenheit besondere Kaltwasserfänge.

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Nur wer angeln geht, kann Fische fangen!

Nils, ab wann startet bei dir die so genannte Kaltwasserangelei?
Das ist eine gute Frage, im Grunde startet für mich die Kaltwasserangelei sobald der erste Frost kommt. Das ist bei uns im Norden meist Ende November. Dann werden die Fische träge, reduzieren ihren Stoffwechsel und lassen sich immer schwerer zum Anbiss verlocken. Doch mit der richtigen Taktik, kann man auch im Winter sehr erfolgreich sein.

Ist das dann auch der Startpunkt für den Einsatz leichtlöslicher Futtermittel?
Ja, für die meisten Angler ist das der Startpunkt um mit leichtlöslichen Futtermitteln zu arbeiten. Ich arbeite von Gewässer zu Gewässer, je nach Weißfischbestand, das ganze Jahr über mit leichtlöslichen Futtermitteln. Aber gerade im Winter entscheidet die Benutzung der richtigen Zutaten und Futtermengen über Erfolg oder Misserfolg.

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Nils hat eine umfangreiche Trickkiste! Im Winter liegt der Fokus auf schnell wirkende Futtermittel.

Was sind deiner Meinung nach die Vorteile von Ground- und Stickmixen?
Die Vorteile bestehen ganz klar darin, dass man den Fisch schnell an den Platz locken. Es geht direkt eine hohe Lockwirkung von ihnen aus. Von null auf 100 in weniger als 5 Sekunden, quasi. Weißfische, die dadurch natürlich auch angelockt werden sind zwar lästig, aber verstärken den Lockeffekt umso mehr. Denn dort wo Rotaugen, Brassen etc. fressen, sind auch Karpfen nicht weit. Besonders in Verbindung mit dem Einsatz von PVA, erzeugen Stickmixe eine sehr hohe Attraktivität direkt am Hakenköder.

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Mais. Boilies. Pellets. Liquids. Im Winter gibt es ein Festmahl!

Hast du denn keine Probleme mit Weissfischen, die den Köder aufnehmen?
Das ist von Gewässer zu Gewässer sehr unterschiedlich, je nach Weißfischbestand halt. Ich finde die Weißfische aber nicht schlimm, denn gerade im Winter zählt für mich jeder Fisch. Ich benutze die Weißfische im Winter eher als Hilfe um die Karpfen an den Platz zu locken.

Mischst du deinem Futter auch Boilies bei?
Ja mache ich! Im Winter setze ich aber eher Boilies auf Milchmixbasis ein. Zum Einsatz kommen z.B. 14mm Scoberrys von Successful-Baits. Ein paar lasse ich ganz andere kommen in den Krusha. Damit zerkleinere ich sie, um eine noch größere Lockwirkungen zu erreichen. Je größer die Oberfläche, desto mehr Aroma kann sich im Wasser lösen. 

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Flüssige Aromen und Groundbait lösen sich auch bei kaltem Wasser sehr schnell auf. 100% Lockwirkung binnen Sekunden!

Welche zusätzlichen Lockmittel setzt du ein?
Zusätzlich verwende ich oft Milchpulver. Jeder, der schon mal mit Milchpulver gearbeitet hat, kennt die Explosion die sich unter Wasser abspielt. Außerdem kommen Activator Pellets in diversen Größen zum Einsatz.  Der Clou des Ganzen ist, dass diese Pellets ungeölt sind. Das ist besonders im Winter wichtig, denn wenn das Wasser kalt ist löst sich das Öl der Pellets wesentlich langsamer. Ungeölte Pellets lassen zusätzlich mit Flüssigkeiten soaken, eine weitere Möglichkeit an Maximierung der Lockwirkung. Süßer Dosenmais kommt bei mir auch gelegentlich zum Einsatz. Beim Liquid setze ich auf Goo und Bait Aktivator.

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Der Lohn aller Mühen! Kalte Finger und dicke Fische!

Bist du im Winter eher der Instantangler oder fütterst du vor?
Im Winter füttere ich eher vor, denn zu dieser Jahreszeit ist es mir ganz wichtig, möglichst viele Fische auf meine Plätze zu ziehen. Ich füttere meist eine Woche lang, wobei ich täglich aber nie mehr als 1kg Futter einsetze. Meist füttere ich sogar wesentlich weniger, dafür aber konstant. Ich setze dann ungefähr 200 Gramm Boilies und 5-10 Futterbälle ein.

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Dosenmais eignet sich perfekt für den Winter! Karpfen lieben Süßen Mais!

Cool. Das macht Sinn. Und von welchen Mengen sprechen wir, wenn du deine Ruten dann tatsächlich platzierst?
Am eigentlichen Angeltag füttere ich meist nicht mehr als 300 Gramm pro Rute, Mir ist es am Angeltag eher wichtig, dass mein Futter konzentriert um meinem Hakenköder herum liegt. Da kommt dann das gute alte PVA ins Spiel. Ich möchte, dass die Fische nicht erst lange nach meinen Ködern suchen müssen. Daher greife ich zu PVA und zentriere den Futtereinsatz auf eine kleine Fläche.

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Im Winter stehen die Fische dort, wo sie Schutz, Nahrung und Ruhe bekommen. Sie schwimmen keine weiten Strecken und fahren ihren Stoffwechsel auf ein Minimum herunter…

Welchen Charakter haben deine Winter-Hotspots? Erzähl uns abschließend noch ein wenig über deine Platzwahl!
Die Platzwahl ist ein heikles Thema im Winter. Die Fische stehen nun tief und suchen nur selten die flachen Bereiche auf. An meinem Gewässer habe ich Glück, dass die abfallende Kante, an der sich die Fische dann aufhalten, recht ufernah verläuft. Alle meine Spots sind daher in Wurfweite zu erreichen. Der produktivste Spot an diesem kleinen Baggersee, ist eine Reihe überhängender Büsche. Hier fällt die Kante binnen 2 Meter Strecke schon auf 7 Meter ab. Dort verteile ich dann meist meine zwei Ruten. Die dritte Rute fische ich dann meist an einer markanten Kante hinter einer kleinen Sandbank. 

Das benutzt Nils für seine Winterangelei

Successful-Baits Stickmixe

Successful-Baits Activator Pellets

Successful-Baits Bait Activator

Milchpulver

Korda The Goo