Das Jahr ist weit vorangeschritten und die Natur hüllt sich in tolle Herbstfarben. Ich liege im Brolly und lausche dem Wind und dem Regen. Da die Nächte länger und unangenehmer werden, ist meine Zeit im Brolly nun etwas mehr geworden. So nutze ich diese Zeit und lasse das Jahr etwas Revue passieren, erinnere mich an viele lustige Momente, an viele tolle Fische und etliche Momente, die ich hier mit meinem Freund Sascha Legenbauer erlebt habe. Da wir mitten in der Stadt am Fluss unsere Lager aufstellen, haben wir immer etwas zu berichten, wenn wir Heim fahren.

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Unterwegs in der City

Für so eine Angelei muss man sich ein dickes Fell anlegen. Etliche Leute, die schwimmen gehen, unachtsame Hundebesitzer und gefühlt 1000 Mal die Frage „sind da überhaupt Fische?“ sind nur ein paar wenige Beispiele, mit denen wir konfrontiert werden. Doch da Sascha und ich damit groß geworden sind, ist das für uns kein Problem. Unsere Angelei zeichnet sich durch schnelle und präzise Nächte aus, die für das Flussangeln in der City perfekt ist.

Doch hat die Nähe zu der Stadt auch Vorteile für uns. Wir kochen nur sehr selten am Wasser, da der Lieferservice nur einen Telefonanruf entfernt ist und das Essen direkt an unseren Platz bringt. So sparen wir uns das Zusatzgewicht der Kochsachen. Nachteilig ist allerdings, dass die ganzen Leute, die den Fluss zum Schwimmen etc. nutzen, extrem viel Müll hinterlassen, den wir dann beim Füttern entsorgen. Wer sitzt schon gern im Müll? Doch wer bereit ist, diese ganzen Strapazen auf sich zu nehmen, wird oft mit tollen, kampfstarken Fischen belohnt.

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Mit gelben Pop-Ups zum Erfolg

Nun möchte ich einen kleinen Einblick in unsere Angelei am Fluss geben. Wir bereiten unsere Stelle sehr akribisch vor und füttern alle zwei Tage mit einer Mischung aus 15 mm, 20 mm und 24 mm Boilies. Dabei setzen wir auf eine Mischung aus süßen, würzigen und fischigen Boilies. Gegen alle Vorurteile nutzen wir als Hakenköder in der Regel Pop-Ups. Dieses Jahr stach eine Farbe dabei extrem hervor: Gelb war eine absolute sichere Bank. Warum? Ich habe eine Theorie: Aufgrund der immer besser werdenden Wasserqualität, fallen die grellen Farben auf dem kiesigen Boden einfach immer besser auf. Das ganze wird an einem 360 Grad Rig präsentiert, das sich im Fluss dieses Jahr gut gemacht hat. Es saß bombenfest in der Unterlippe der Fische.

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Was ich nicht mehr missen möchte, ist mein Schlauchboot. Es erleichtert doch einiges und ich empfinde es einfach als das schönste Gefühl, abends im Zelt zu liegen und zu wissen, dass die Rigs sauber und präzise liegen. Alles in allem bleibt mir nur zu sagen: Ich liebe und lebe diesen Style!