Tatsache: Wenn man mit Herz und Seele für etwas steht, dann muss man dafür mitunter gewisse Opfer bringen. Diese Opfer sind kein Selbstzweck, sondern mithin das notwendige Übel auf dem Weg zu etwas Besserem. Wie heißt es doch so schön: Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich eine Neue – sofern man dafür aufgeschlossen ist. Das gilt, wie die folgenden Zeilen aus der Feder von Soulful Baits zeigen, auch für das Karpfenangeln.

Eduard Falkowsky nimmt dich mit auf den Weg, oder sollten wir besser sagen: auf die Milchstraße. Denn der Boilie, um dessen Weiterentwicklung es nachfolgend geht, trägt den Namen Milky Joy. Er bildet den Ausgangspunkt einer Reise quer über die Boilie-Galaxie, die auf einen Fixpunkt zusteuert: Die nochmalige Verbesserung, die im Einklang mit den Werten des Boilieherstellers steht.

Und mit diesem galaktischen Einstieg übergeben wir das Wort an Eduard.

Noch mehr Seele im Boilie: Update zum Milky Joy bei Soulfulbaits. Bait-Philosophie am Praxisbeispiel -
Links im Bild: Eduard Falkowsky

Eduard Falkowsky über Wertewandel und Boilie-Rezepturen

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Manchmal merkt man erst mit etwas Abstand, dass ein Köder zur gegebenen Zeit seine Berechtigung hatte, aber – wenn man wirklich ehrlich ist – diese Zeit mittlerweile überholt ist. Und das bedeutet dann eben auch, dass der Köder nicht mehr ganz zu der Lage passt, in der man sich heute befindet.

Bei uns ist genau das mit dem Milky Joy aus der Soulful Origins-Range passiert.

Der Milky Joy hat uns begleitet, als Soulfulbaits gestartet ist. Er war Teil unserer ersten Schritte, Teil unserer ersten Erfahrungen und auch Teil vieler schöner Momente am Wasser. Trotzdem haben wir uns als Marke, als Team und auch in unserem Verständnis von Boilies weiterentwickelt.

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Auch beim Kochen am Wasser gilt: Auf die richtigen Zutaten kommt es an

Eine ehrliche Zäsur zum Milky-Joy-Boilie

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Der alte Milky Joy-Boilie

Wie angedeutet: Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich ehrlich machen muss.

Damit du, lieber Leser, uns nicht falsch verstehst: Der Milky Joy ist kein schlechter Boilie – sonst hätten wir ih gar nicht erst auf den markt gebracht. Zur Wahrheit gehört aber auch: Er ist heute nicht mehr der Boilie, der unsere Denkweise am besten widerspiegelt. Er wird gekocht, er steht nicht für den hohen Proteinansatz, die schnelle Verdaulichkeit, die hohe Löslichkeit und die aktive Arbeitsweise, die wir heute stärker in den Mittelpunkt stellen. Genau diese Punkte sind für uns inzwischen entscheidend geworden.

Ein Boilie soll für uns nicht einfach nur rund sein, gut riechen und irgendwie fangen. Er soll ein klares Konzept haben. Er soll verstanden werden. Er soll im Wasser arbeiten. Er soll Karpfen ansprechen, ohne dabei beliebig zu sein.

Deshalb haben wir entschieden: Der Milky Joy wird aus dem Programm genommen. Aber nicht ersatzlos gestrichen….

Dem Alten verbunden – dem Neuen gegenüber offen

Es war also klar, dass wir den Milky Joy nicht ersatzlos streichen würden. Jedenfalls nicht, ohne dass dieser seinen Abdruck in dem hinterlassen sollte, was darauf folgen würde…

Der Reihe nach: Nunmehr ging es darum, etwas Neues zu schaffen. Wie so oft begann die Idee nicht am Schreibtisch, sondern am Wasser. Wir saßen zusammen, haben geangelt, beobachtet, geredet und irgendwann kam diese typische Frage auf: Was gibt es eigentlich schon auf dem Markt? Und noch wichtiger: Was fehlt?

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Petri Heil – Toller Fisch von Micka, gefangen auf den neuen Prototypen

Damit zeichnete sich ab: Wir wollten eine Lücke schließen. Und zwar nicht im Sinne der bloßen Frage der Verfügbarkeit, etwa „welche Sorte können wir auch noch machen?“, sondern wirklich bedarfsgerecht, aus Sicht des Anglers. Leitfragen waren: Was hat Charakter? Was ist anders? Was passt zu Soulfulbaits? Was ist ehrlich, fängig, modern und trotzdem bodenständig?

Dann fielen die ersten Schlagwörter ein: Nussig, hell, aktiv, verdaulich, attraktiv, dezent, aber mit Tiefe.

Nun hatten wir etwas, womit wir arbeiten konnten – genau aus diesem Gedankengang heraus entstand die Idee für einen neuen Boilie. Einen Köder, der den alten Platz des Milky Joy nicht einfach besetzen soll, sondern ihn bewusst neu denkt.

Ein solchen Köder, das war uns intuitiv klar, würde sich mit unseren Werten vereinbaren lassen – die Seele ist bereit in der Idee angelegt….

Ein neuer Milky Joy – Von der Idee zur ersten Testmischung

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Testmischung zum Nachfolger-Boilie

Bald darauf ging es an die Umsetzung. Nicht mit großen Versprechen, sondern mit kleinen Testmengen. Genau so, wie wir neue Köder am liebsten entwickeln. Nicht direkt in 100-Kilo-Chargen, sondern erstmal ehrlich, überschaubar und kritisch.

Einzelne Zutaten wurden getestet. Mischungen wurden angepasst. Rohstoffe wurden verglichen. Einige Komponenten wurden im Backofen geröstet, um zu schauen, wie sich Aroma, Struktur und Verarbeitung verändern. Neue Ansätze wurden ausprobiert.

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Wasserglas-Test: So arbeitet der Prototyp des neuen Boilies. Rechts: Die Auswaschung trübt das Wasser!

Und ja, auch Fehlschläge gehören zu diesem Prozedere dazu. Sie sind Teil dessen, was die spätere Seele des Boilies ausmachen würde.

Beispiel? Gern: In einem Test war der Mix  zu ölig. Einem anderen Mix mangelte es in der Verarbeitung an der nötigen Stabilität für einen reibungslosen Ablauf. Bei einer weiteren Variante hat der Konservierer nicht so funktioniert, wie wir es erwartet hatten. Auch so etwas gilt es, zu bedenken; denn genau solche Punkte zeigen einem ziemlich schnell, ob eine Idee nur auf dem Papier gut aussieht oder ob sie wirklich als Boilie funktioniert.

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Boilie-Produktion: Jeder Verarbeitung-Schritt birgt eigene Herausforderungen

Diese Fehlschläge haben uns gezwungen, genauer hinzuschauen. Warum trennt sich die Masse? Warum arbeitet ein Bestandteil zu stark? Warum bleibt etwas zu schwer, zu fettig oder zu träge? Genau dadurch haben sich neue Wege geöffnet. Am Ende sind wir sogar auf zwei neue Rohstoffe und passende Lieferanten gestoßen, die wir vorher so nicht auf dem Schirm hatten.

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Was der neue Boilie können soll

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Ein guter Boilie muss vor allem eines: Am Wasser funktionieren…

Der neue Boilie soll kein „lauter Kunstköder“ werden, der nur über Farbe und Flavour funktioniert. Er soll auffallen, aber nicht plump sein. Er soll attraktiv sein, aber nicht billig wirken. Er soll schnell Reize setzen, aber trotzdem Substanz haben.

Unser Ziel ist ein heller, nussiger Boilie, der einem klaren Futterkonzept folgt.

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…und Fische fangen

Boilie-Konzept: Mehr, als nur süß und cremig

Es sollte ein Köder sein, der auch für erfahrene Karpfenangler interessant ist, weil er nicht einfach nur nach „süß und cremig“ gedacht ist. Er soll mehr können. Er soll über lösliche Bestandteile arbeiten, über ausgewählte Proteine, über natürliche Attraktoren und über eine Struktur, die im Wasser aktiv wird.

Ein Protein-Boilie, ganz ohne Fischmehl

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Und es soll ein Protein Boilie werden der gänzlich ohne Fischmehle auskommt, da wir bereits sehr attraktive und gut funktionierende Boilies mit fischiger Note im Repertoire haben und unsere Origins-Reihe sinnvoll erweitern wollen.

Gerade für professionelle Angler ist das entscheidend. Man merkt schnell, ob ein Boilie nur gut riecht oder ob er wirklich durchdacht ist. Umgekehrt muss ein guter Köder nicht kompliziert wirken und unnötig komplex sein, sondern er muss sauber aufgebaut sein.

Das übersetzten wir für uns in folgende Formel: Der Köder muss schnell verdaulich sein. Er muss angenommen werden. Er muss im Wasser arbeiten. Er muss Vertrauen geben.

Und vor allem: Er muss zu Soulfulbaits passen.

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Wenn alles passt – Das Team von Soulful Baits!

Abschied und Neuanfang

Die Reise des Milky Joy geht damit zu Ende. Aber er hat Spuren hinterlassen, auch deshalb, weil er Teil unserer Anfänge war. Dafür bekommt er bei uns auch den Respekt, den er verdient, während die Soulful Baits Reise weitergeht.

Hier schließt sich der Kreis zum Anfang: Auch das gehört zur DNA des Soulful-Baits-Universums, eine Universum, das weit größer ist als die Grenzen der Milchstraße. Wir entwickeln uns weiter. Wir hinterfragen unsere eigenen Produkte. Wir lassen nicht einfach etwas im Sortiment, nur weil es schon immer da war. Wenn ein Köder nicht mehr zu unserer Philosophie passt, dann müssen wir ehrlich genug sein, ihn gehen zu lassen.

Und er hat sein neues-modernes Gegenstück bekommen: Ein heller, nussiger Boilie. Noch durchdachter und noch besser im Einklang mit unserer Philosophie. Wenngleich es sich hier erstmal nur um einen Prototypen – bis dato ohne Namen – handelt, so kann man jetzt schon sagen: Ein Boilie mit Herz und Seele.

Und genau deshalb freuen wir uns darauf, ihn bald mit euch zu teilen. Weitere Informationen folgen schon bald. Stay tuned!

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