Schon seit einigen Wochen begleiten wir Janik Wolf bei seiner Angelei. Seine Stories sind immer sehr authentisch und ungeschönt – finden wir persönlich richtig nice! In seinem neuesten Update berichtet Janik unter anderem von einer mehrtätigen Session in Kroatien, die jedoch von Pleiten, Pech und Pannen geprägt war. Aber das gehört zum Karpfenangeln eben dazu. Und am Ende bleibt Janik doch nicht erfolglos. Hier gibt´s seine neueste Story.

Mittlerweile sind wir in diesem „Lockdownjahr“ schon im Mai angekommen. Der Monat Mai steht bei uns Karpfenanglern ja voll im Fokus. Zum einen haben die Fische jetzt kurz vor dem Ablaichen ein höheres Gewicht und jeder möchte natürlich seine Chance nutzen. Zum anderen haben wir gleich zwei bundesweite Feiertage, die jeweils ein verlängertes Wochenende am See ermöglichen.

Neustrukturierte Angelei

Der eigentliche Plan sah vor, den im Spätwinter inspizierten Baggersee endlich erfolgreich zu beangeln. Doch die Bundesnotbremse und der damit einhergehenden nächtlichen Ausgangssperre machten mir wieder einen Strich durch die Rechnung. Nahezu der gesamte Bestand sammelt sich aktuell in der einzigen Flachwasserzone, die von zwei Stellen aus angeangelt werden kann. Bei über zehn Karpfenanglern im Verein und einer Fahrzeit von über 50 Minuten von meiner Wohnung bis zum See könnt ihr euch vorstellen, wer keine Chance auf eine der begehrten Swims hat. Die Leute, die nur zehn Minuten vom See entfernt wohnen, sind logischerweise früher dort als ich, wenn wir davon ausgehen, dass alle Leute erst um 5 Uhr starten.

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Seit einiger Zeit habe ich ein paar kleinere Gewässer auf dem Schirm, die hier komplett unter dem Radar laufen. Bisher fand ich leider keine Zeit, dort zu fischen – drehte aber immer wieder Gassi-Runden dort. Jetzt schien die Zeit dieser kleinen Pools gekommen zu sein. Diese scheinen perfekt für meine Daysession-Angelei. Klein, überschaubar und meist flach.

Erster Halt: Parksee

Das erste Gewässer sollte ein kleiner Parksee sein. Hierfür plante ich zwei Wochen ein, da ich dem Himmelfahrtstrubel – meist verbunden mit viel Party – an den heimischen Gewässern seit Jahren meide und mir dieses Jahr Kroatien als Ziel auserkoren habe. Hier erlebte ich eine unglaubliche Story und konnte das Gewässer zufrieden abhaken. Über dieses Erlebnis werde ich an anderer Stelle nochmal ausführlich berichten.

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Pech beim Karpfenangeln in Kroatien

Nun war es endlich soweit. Ursprünglich war die Session schon über Ostern geplant, musste aber leider verschoben werden. So hatte ich bereits seit einigen Wochen den Keller voll mit Futter stehen. Zum ersten Mal sollte es für mich ganz alleine ins Ausland gehen. Erstaunlich schnell verging die 9-stündige Fahrt, allerdings nicht zum Zajarki. Durch einen Kollegen habe ich erfahren, dass hier aktuell ein Wettkampf stattfindet. So steuerte ich also ein anderes Gewässer mit Top-Besatz an.

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Kurz nach Ankunft der erste Schock. Am Freitag soll auch hier eine Competition stattfinden und ich sollte spätestens gegen 10 Uhr das Gewässer verlassen haben. So hatte ich nur vier statt sechs volle Tage Zeit. Kurz darauf folgte Rückschlag Nummer 2, als ich meine erste Rute auswerfen wollte. Keine Ahnung woran es lag, aber der Rollenhalter hatte sich gelöst und die Rolle rotierte um den Blank. Um mein Gemüt zu beruhigen, setzte ich mich und erholte mich bei gutem Essen von der Fahrt. Nach gut einer halben Stunde flammte meine Vorfreude, die sich über die Fahrt aufgebaut hatte, wieder auf und ich begann, zu spodden. Es waren kein zehn Raketen geworfen und ein großer Knall beendete die Fütterung – Diagnose: Spodrute an der Steckverbindung komplett durchgebrochen. Es galt das Beste aus der Situation zu machen und fortan mit dem Wurfrohr zu agieren.

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So konnte ich auch meine Takes verbuchen, aber ausschließlich über Nacht bzw. in den frühen Morgenstunden, wenn die Fische näher kamen. Über Tag hatte ich durch die beschränkte Reichweite sowie das fehlende Klatschen der Spod keine Chance gegenüber meinen Nachbarn, die jeweils auf 140 Metern Entfernung angelten.

Sowohl am Parksee als auch in Kroatien haben mich meine in Bait Spook gesoakten Wafter und Pop-Ups nicht im Stich gelassen. Da beide Gewässer eine ähnliche Trübung aufweisen, war vor allem die Farbe Gelb der Renner schlechthin. Am Ende gingen mir sogar die gelben Pop-Ups aus, sodass ich weiße einfärben musste.

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Vorausschau auf den Juni

Aktuell bin ich dabei, das zweite Daysession-Gewässer vorzubereiten. Dieses Mal allerdings einen kleinen Baggersee. Hierfür habe ich mir einen Zeitraum von fünf Wochen gesetzt, da hier doch die eine Tücke im Verborgenen liegt. Außerdem sinkt der Inzidenzwert in meiner Umgebung immer stärker. Somit dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis ein Nachtangeln wieder möglich ist. Vielleicht kann ich dann nächsten Monat von meiner Baggerseeangelei berichten. Bis dahin stramme Schnüre und viel Spaß am Wasser!

Mehr über Janik und seine Angelei erfährst du auf seinem Instagram-Kanal. Dort kannst du ihn auch erreichen, falls du Anmerkungen, Fragen oder sonstige Themen an ihn richten möchtest.