Den Herbst hat Adrian Spiel standesgemäß in Nordfrankreich verbracht. Doch statt Regen, Wind und Tiefdruck haben Adrian und sein Angelbuddy Sonne, Ententeichstimmung und ein Hochdruckgebiet erwartet. Wie die beiden diesen Bedingungen begegnet sind und mit welcher Taktik sie sich in einen wahren Fangrausch fangen konnten, verrät Adrian in diesem Catch-Report.

Für alle Angler, die viel Zeit im Ausland verbringen, ist der Abschluss eines Angeljahres oft noch eine Woche angeln im Herbst. Der Oktober ist meinem Gefühl nach der meist von Anglern favorisierte Monat für eine finale Session. Auch Leon und mich zog es in der letzten Oktoberwoche nach Nordfrankreich. Wir wollten noch einmal auf einen der großen Herbstfische in den Schlammwüsten angeln.

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An den Schlammseen in Nordfrankreich

Da um diese Jahreszeit meist sehr viele Angler die Schlammseen Nordfrankreichs aufsuchen, wollten wir verschiedene Gewässer abfahren, um an eine der lukrativen Stellen an den anvisierten Seen zu kommen. Durch einen Zufall bekamen wir jedoch mit, dass andere Angler eine Woche zuvor bereits in Nordfrankreich unterwegs waren. Normalerweise ist es so gar nicht unsere Strategie, uns an anderen Anglern zu orientieren, jedoch entschieden wir uns nach einigen ausgetauschten Nachrichten, die Stelle der beiden befreundeten Angler zu übernehmen.

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Der Platz lag direkt an der Staumauer und wir erhofften uns, dass sich die Fische trotz des extrem hohen Wasserstandes, zumindest zum Teil, bereits an den tiefen Stellen des Stausees aufhielten. Das einzige Manko an der Sache war das vorherrschende Nachtangelverbot und die damit einhergehenden täglichen Kontrollen der Guard de Peche. Was uns aber schlussendlich das meiste Kopfzerbrechen bereitete, war die Tatsache, dass die Woche zuvor an dem See sehr schlecht gefangen wurde. Nichtsdestotrotz ließen wir uns dadurch nicht entmutigen und wollten es noch mal so richtig wissen.

Taktik den Bedingungen anpassen

Aufgrund des veränderten Klimas in den vergangenen Jahren, war die letzte Oktoberwoche nicht von Regen, Wind und Tiefdruck geprägt, sondern dem genauen Gegenteil. Sonne, Ententeich, eiskalte Nächte und ein Hochdruckgebiet bis knapp 1035 hpa. Erfahrungsgemäß ist die letzte Oktoberwoche aber dennoch immer für einen guten Fisch zu haben.

Wir mussten also unsere Taktik an die Bedingungen anpassen. Der Einsatz von größeren Futtermengen machte unserer Erfahrung nach wenig Sinn. Also setzten wir von Anfang an auf kleine Fallen, die wir strategisch in unserem Areal verteilten. Hanf, Boilieteig und passende Liver-T und GLM-T Boilies sollten es für uns regeln. Wie sie es eben schon die vergangenen Jahre immer gerichtet haben.

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Fische über 20 Kilo – Karpfenangeln in Frankreich

Wie zu erwarten, passierte in den ersten beiden Tagen rein gar nichts. Wir quälten uns jeden Morgen bei Minustemperaturen aus den Brollies, aber es passierte nichts. Aber am dritten Tag änderte es sich und wir bekamen bereits kurz nach dem Auslegen die ersten Bisse, wenn auch nur kleinere Fische. Wohlgemerkt änderte sich aber am Wetter und an den Bedingungen gar nichts. Die Fische schienen einfach wieder Bock auf Fressen zu haben. So schnell wie es begonnen hat, hatte es auch wieder aufgehört und ab dem Vormittag bekamen wir wieder keine Bisse mehr.

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Nach der Euphorie am dritten Morgen waren wir natürlich etwas verwundert, warum die Fische auf einmal wieder aufhörten, zu fressen. Das sollte sich aber ab dem vierte Tag komplett ändern. Wir fingen in den letzten drei Tagen Fisch auf Fisch. Zwar nur in den Morgenstunden und Einzelfische am Abend, kurz vor dem Einholen, aber das war nicht weiter wichtig. Wir angelten jeden Tag von der ersten bis zur letzten erlaubten Minute. Und es zahlte sich richtig aus. Wir fingen sogar teilweise mehrere Fische über 20 kg an einem Tag.

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Wir retteten die Session in den letzten Tagen noch komplett und fingen uns tagsüber trotz der lausigen Bedingungen in einen wahren Fangrausch. Die Fische schienen wohl trotz der vermeintlich schlechten Wetterverhältnisse, das große Herbstfressen eingeläutet zu haben. Kleine taktische Veränderungen wie ausgewaschene Boilies und kleine Pop-Ups brachten uns vermutlich sogar noch einige Bonusfische. Wir beendeten die Session gebürtig mit einem Doppellauf bei bereits vollgeladenen Booten am letzten Abend und feierten den Abschluss mit frischen Burgern und guten Freunden.

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