Kaum etwas ist so ausschlaggebend für den Fangerfolg, wie ein guter Spot! Habt ihr euren Frühjahrsspot schon gefunden? Martin Höpfel ist heute zu Gast und gibt Tipps, die euch die Suche erleichtern…

Tipps, die dir bei der Spotsuche helfen!

Die Spotwahl ist wohl einer der essentiellsten Faktoren, wenn es um Fangaussichten geht. Wie erfolgversprechende Stellen aussehen, das wissen wir inzwischen. Allerdings gibt es oft das Problem, sei es an einem neuen oder auch an dem eigenen Hausgewässer, diese zu finden. Nachfolgend zeigt euch Martin Höpfel einige Hilfsmittelchen, die die Spotsuche erleichtern.

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Ein gutes Echolot bringt Fisch!

Das Echolot ist wohl eines der bekanntesten Geräte um sein Gewässer kennen zu lernen. Ich schaue mit meinem Echolot vorwiegend nach Unterschieden in der Bodenhärte. Diese werden durch verschiedene Farben sichtbar und geben mir einen Hinweis darüber, was sich unter mir befinden könnte. Desweiteren kann ich Strukturveränderungen wie kleinste Erhebungen oder Steine erkennen, aber auch Abbruchkanten sind bekanntlich Spots wo Karpfen, auf der Suche nach Nahrung entlang schwimmen. Fische aktiv mit dem Echolot suchen, wie beispielsweise beim Zanderangeln, ist für mich eher zweitrangig. Mit dem von mir verwendeten Gerät kann ich per GPS Funktion außerdem noch die gefundenen Spots speichern und benennen. Hilfreich ist ebenfalls die Entfernungsmessung meines Gerätes. Damit kann ich nicht nur die Distanz zwischen meinen Spot erkennen, sondern auch ob meine Schnur auch bis zum Rod Pod zurückreichen würde.

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Unterwasserkamera – schau dir an, wo du fischst

Die Unterwasserkamera ist ein weiteres Gadget, das ich nicht mehr missen möchte. Mit ihr bekomme ich genaue Einblicke in die Unterwasserwelt, beispielsweise, wie hoch und welches Kraut am Grund steht, ob vielleicht Löcher für mein Rig vorhanden sind oder unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten. Also Feature’s, die gleichzeitig schwer zu ertasten sind, wie z.B. der Unterschied zwischen Steinen und Muscheln. Aber nicht nur rein zur Stellensuche kann ich die Cam verwenden, ich nutze sie ebenfalls um meine Spots nach Futteraktionen oder Blanknächten zu kontrollieren und somit meinen Futtereintrag zu optimieren oder Rückschlüsse auf Fehler meinerseits zu ziehen.

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Groundtester/Casting – für die Kontrolle des Untergrundes

Mit diesem etwas skurril aussehende Gerät, habe ich die Möglichkeit, mir noch tiefere Einblicke in die Unterwasserwelt  zu verschaffen. Neben der Tastfunktion, die ich somit nicht mehr als seperates Klopfblei benötige, kann der Groundtester auch Bodenproben entnehmen. Ja Bodenproben. Gerade Schlamm wird von vielen Anglern unterschätzt. Auch ich haben lange Zeit die weichen Stellen im See gemieden, jedoch ist gerade das einer der artenreichsten Lebensräume unter Wasser und damit ein immer reich gedeckter Tisch für unsere Zielfische. Unterscheiden sollte man und das kann man mit dem GT! Zwischen Faulschlamm und normalem Schlamm/ weiches Sediment. Wo im Faulschlamm durch gewisse Bakterienstämme nur übel riechende Gase entstehen, kann sich im produktiven Schlamm von der Zebramuschel über den Bachflohkrebs (Gammerus) bis hin zur Zuckmückenlarve (Bloodworm) viel ansiedeln. Gerade letzteres findet sich nicht umsonst zahlreich im Boiliesektor wieder.

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Groundtester nicht nur für Bootsangler

Für die Gewässer, wo man nicht werfen darf, gibt es auch eine Casting Version. Hiermit kann ich ebenfalls nicht nur Bodenproben entnehmen, sondern ebenfalls den Grund abtasten. Ich merke und sehe später, habe ich Kraut, Blätter, Kies, Muscheln oder sonstiges in meinem Gewässer und auf dem anvisierten Spot.

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Taucherbrille – Wissen ist gut, Kontrolle ist besser

Die Taucherbrille ist unter all den Hilfsmitteln mein Liebling. Warum? Es gibt mir die Möglichkeit auch unter Wasser zu sehen. Der Unterschied zur Kamera ist dabei, dass ich nur nur sehen sondern auch anfassen kann. Ich teste dann Bodenhärte, Schlammtiefe oder habe auch die Möglichkeit mir neue Spots, beispielsweise im Kraut oder zwischen den englischsprachigen Snags zu suchen. Neben der angenehmen Abkühlung im Sommer, kann ich hiermit auch meine Rigs punktgenau ablegen, die Montage bis ins letzte tarnen und punktgenau Füttern.

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Augen/Polbrille – Finde die Karpfen!

Die Augen sind ebenfalls eines meiner wirkungsvollsten Dinge zur Spotsuche. Für entspiegelte und damit bessere Sicht benutze ich eine Polbrille. Teilweise stehe oder fahre ich stundenlang mit dem Boot oder zu Fuß, auf der Suche nach Zeichen von Fischen. Dies ist meiner Meinung nach, neben dem ganzen „High Tech Schnickes“, die beste Methode um Fische zu finden. Ich halte dabei Ausschau nach aktiven Fischen, sie können sich durch Gründelspuren, Rollen an der Oberfläche oder das direkte umherziehen an markanten Spots wie Schilf, Holz oder Kraut bemerkbar machen. Schon oft konnte ich so sehr schnell Aktionen verbuchen, denn meist stört man die Fische an solchen Spots, durch das Ablegen der Montage nur kurz und so hatte ich schon nach 30 min den ersten Fisch auf der Matte.

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Markiere deine Spots und finde sie wieder!

Eine Boje auch wenn sie mir nur sekundär hilft, erachte ich als sehr wichtig und besitzt so immer einen festen Platz bei meiner Spotsuche. Mit ihr markiere ich, gut sichtbar, sehr kleine Spots wie Krautlöcher. Gerade bei starkem Wind oder fehlenden Anhaltspunkten lässt sich ein Spot durch die Unterwasserkamera oder den Groundtester genauer untersuchen. Ebenfalls immer mit dabei, ein Eimer Futter. Mit ihm im Gepäck verliere ich keine Zeit und kann die Fische schnellst möglich auf mein Futter konditionieren.

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Mit dem Aquascope auf Tauchstation

Das Aquaskope ist eines meiner Lieblingsgadgets bei der Spotwahl und ist immer dabei. Mit ihm kann ich die Wasseroberfläche durchbrechen und habe so einen sehr guten Blick auf den Grund. Voraussetzung dafür ist natürlich klares Wasser. Gerade für die großflächige Suche ist es genau das Richtige. Ich muss mit dem Boot nur schnell anhalten und sobald es die Oberfläche durchbricht, habe ich einen Einblick bis zum Grund.

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