Für Julius Heigener beginnt im Herbst die heißeste Zeit des Jahres – normalerweise. In diesem Jahr ist es anders gewesen. Im Sommer, nie Julius‘ Lieblingsjahreszeit am Wasser, hat er echte Traumstunden erlebt. Wir werfen einen Blick zurück und begleiten ihn bei einer unvergesslichen Session aus den vergangenen Wochen.

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Keine Zeit? Kein Fisch? Von wegen!

Schon zum Jahresbeginn war für mich klar, dass dieses Jahr lange Sessions aus zeitlichen Gründen einfach nicht drin sind. Meine Abschlussprüfungen der Ausbildung standen auf dem Plan. Es hieß also: wieder zurückgreifen auf Kurzsessions von maximal 24 bis 48 Stunden. Eine dieser Kurzsessions, die dann doch etwas länger als gedacht ausfiel, sollte mir besonders im Gedächtnis bleiben.

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Nachdem ich meine schriftlichen Prüfungen hinter mich gebracht hatte, hatte ich ein paar Tage frei. Diese Zeit wollte ich natürlich am Wasser verbringen. Geplant waren 3 Nächte am See. Das Ziel war ein alter Baggersee meiner Heimat. Dieser See weist einen guten Bestand an Karpfen auf und bietet zudem eine einzigartige Atmosphäre zum Wohlfühlen und Abschalten. Am See angelangt, war das Camp schnell aufgebaut. Die Montagen und Ruten hatte ich bereits zu Hause fertig gemacht. An der Helikopter Montage präsentierte ich am Ronnie-Rig jeweils einen 16 mm Pop-Up. Meine Wahl fiel hier wie so oft – auf einen „Pineapple & N-Butyric“ Pop-Ip der Firma Nutrabaits. Die andere Rute beköderte ich mit einem „White Spice“ Poppi.

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Auch die Spots waren schnell gefunden. Eine Montage platzierte ich direkt an der Schilfkante. Hier verläuft die natürliche Zugroute der Karpfen. Als Beifutter kamen hier nur zwei Hände halbierte Taiga Ice Boilies verfeinert mit etwas Trigga Ice Liquid und ein wenig Buchweizen zum Einsatz. Der zweite Spot war einen krautfreie Stelle mitten im Freiwasser. Hier legte ich meinen Futterplatz an. Täglich fütterte ich etwa zweieinhalb Kilo Trigga Ice Boilies in 15 und 20 mm. Gleich in der ersten Nacht ging der Plan auf und die ersten zwei Fische fanden den Weg in den Kescher. Ein kleiner Spiegler und ein schöner Schuppi waren schon auf der Habenseite. Doch dann folgten 24 Stunden ohne jegliche Aktivität. Wie jeden Abend, machte ich dennoch gegen 19 Uhr routiniert meine Ruten frisch und fütterte nach.

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Ein neuer PB – Wahnsinn!

Am nächsten Morgen war ich sehr früh wach. Die ersten Sonnenstrahlen fielen gerade auf die erwachende Natur. Leichter Dampf lag auf dem Wasser und die Klänge der Natur wurden allmählich lauter. Eine unglaubliche Stimmung herrschte jetzt. Bei einer Tasse Kaffee genoss ich diese Zeit, als plötzlich mein Bissanzeiger loskreischte. Erschreckt und verdutzt stand ich an der Rute. Schon nach wenigen Sekunden war klar, dass einer der besseren Fische am Band war. Der Drill zog sich in die  Länge. Immer wieder legte der Fisch lange Fluchten hin. Nach 45 Minuten konnte ich ihn zum ersten Mal sehen. Ein massiver Spiegler, der mir gleich bekannt vor kam. Nach weiteren fünf Minuten konnte ich ihn dann endlich über den Rand meines Keschers führen. Erleichterung machte sich breit. Nach dem ersten Blick in den Kescher war klar, dass einer der Top-Fische des Sees in den Maschen lag. Eine alte Lady, die zwar aus ihren besten Jahren bereits raus war, aber trotzdem noch ein beträchtliches Gewicht auf die Waage bringt. Jetzt wurde mir klar, dass ich meinen PB geknackt hatte. Nach anfänglicher Sprachlosigkeit, durchbrach ein kurzer Freudenschrei die morgendliche Stille.

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Alles, was jetzt noch kommen würde, würde ein netter Zusatz sein. So konnte ich die letzte Nacht am See ganz besonders genießen. Zwischen einzelnen Fischen, die alle paar Stunden kamen, nutzte ich die Zeit zum Baden und Schnorcheln, um vielleicht neue Spots zu finden. Am selben Abend saß ich noch lange draußen. Ein toller Blick auf die Sterne bei einem kühlen Bierchen rundete diese Wahnsinns-Session ab.

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Am letzten Morgen lief es noch einmal recht gut. Der Futterplatz brachte fast stündlich einen Fisch. Es war fast schon schade, das jetzt alles zurück zu lassen. Doch ich musste abbauen, schließlich rief die Arbeit.

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