Es ist schon eine Weile her, dass wir das letzte Mal über unsere Erfahrungen zum Nash Siren R4 -Flaggschiff-Bissanzeiger berichteten. Aus gutem Grund: Es ist durchaus gewollt und im Besten Sinne des Langzeittests, die Zeit für sich arbeiten zu lassen, um dem Produkt noch tiefergehend auf den Zahn zu fühlen. Was umgekehrt auch heißt, dass wir nicht untätig waren: Seit unserem Zwischenfazit, über das du dich hier informieren kannst, hat Philipp Woywode die Bissanzeiger im Zuge weiterer Sessions manch anderer Herausforderung unterzogen, die wir bis dato noch nicht berücksichtigt haben.

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Das liegt nicht zuletzt auch in der Natur des Ansatzes: Schließlich ging es bei unserem Test darum, die Performance der Bissanzeiger bei verschiedenen Wetter- und Umwelteinflüssen zu beleuchten. Will meinen:  Schnee, Regen, Wind und Sonneneinstrahlung sind allesamt Faktoren, die sich in Relation zur Jahreszeit ändern und schließlich die je unterschiedlichen Erfordernisse an den Bissanzeiger abstecken. Es ist fast müßig, zu betonen: Ungeachtet des Wetters stehen und Fallen diese Erfordernisse natürlich auch mit der Beschaffenheit des Gewässers sowie dem Modus und der Dauer der Session.

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Und deren gab es einige: Insgesamt 51 Betriebs-Nächte, verteilt auf kalte Frühjahrsnächte bei teilweise gefrorener Wasseroberfläche, über laue Sommernächte bis hin zu den – vielfach gewünschten – Einsätzen am Boot (nicht allein) unter windigen Herbst-Bedingungen kann das von Philipp verwendete 3er Set inklusive Receiver an verschiedenen Gewässertypen im in – und Ausland nunmehr für sich verbuchen – genug also, um dir nunmehr mit Fug und Recht das Ergebnis unseres Langzeit-Test aufzuschlüsseln. Kleines Schmankerl bereits vorab: Am Ende des Berichtes erfährst du, wie du das Original-Set von Philipps Langzeittest, gewinnen kannst. Aber nicht überspringen – vielleicht stellen wir eine Textkenntnis-Frage …Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen!

Zwischen-Revue Zum Langzeittest: Der Nash Siren R4

Wir erinnern uns: Bereits im Zuge unseres Zwischenfazits widmeten wir den umfangreichen Funktionen des R4 besondere Aufmerksamkeit. Um es abzukürzen: Die Bissanzeiger trotzten souverän jeder Herausforderung am Wasser: Die verschiedenen Einstellmöglichkeiten der Sensibilität bürgten entlang verschiedener Modi für ein flexibles Anpassen der Empfindlichkeit.  Wobei dieses Feature nur eines von vielen ist: Wenngleich Philipp den schieren Umfang dieser Einstellmöglichkeiten seinerzeit besonders herausstellte, so warf unser Tester seinerzeit schon die Frage nach deren Notwendigkeit auf. Braucht es wirklich all diese Funktionen um Wave-und Speedsensing- Technologie? Genügt es nicht auch in mancherlei Hinsicht, sich lediglich auf den einfacheren Betrieb zu berufen und allenfalls die Sensibilität anzupassen?

Das sind – fürwahr – berechtigte Fragen: Insofern diese Funktionen aber viel umfangreicher sind, als dass wir diese Fragen zum damaligen Zeitpunkt schon hätten beantworten können, sind einige dieser Fragen etwas zu kurz gekommen – oder gar: offen geblieben.

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Unser Fazit: Neue Erkenntnisse zu neuen Technologien

Die gute Nachricht: Diese Lücken haben wir nunmehr geschlossen. Sie betrafen allem voran denjenigen Funktionsumfang, von dem der Hersteller sagt, dass er seinen wahren Nutzen erst beim Einsatz aus dem Boot offenbart. Und diesen designierten Einsatzzweck hat sich Philipp nunmehr zum Auftrag gemacht: Dem Bootsangeln mit dem R4. Wobei Bootsangeln hier das Angeln vom (Kajüt-)Boot aus beschreibt. Genau diesem Einsatzzweck nämlich haben sich die Wave- und Speed-Sensing-Technolgie des R4 verschrieben.

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Wave-Sensing-Technologie: Geniales Feature zum Bootsangeln

Wave Sensing Technologie? Irgendwas mit Wellen, oder? Ganz recht! Es geht bei der Wave-Sensing Technologie darum, der Erzeugung unnötiger Piep-Signale durch etwaige Wellenbewegungen durch eine Unterdrückungs-Funktion entgegenzuwirken. Das Wave-Sensing entspricht einer bewussten Einstellung ein Ansprechschwelle bzw. Fehlertoleranz, vergleichbar einer regulativen Mute-Funktion. Was kryptisch klingt, ist halb so kompliziert – will meinen: Beim Schwanken des Bootes durch Wellengang wird das Signal im Aktionsraum von bis zu 30 cm in beide Richtungen unterdrückt, wodurch die Schwankungen im Boot wettgemacht werden. Beim überschreiten der eingestellten Toleranz-Schwelle (die man per Druckknopf variabel einstellen kann) greift hingegen die voreingestellte Speed-Sensing-Funktion und garantiert eine unbehelligte Bissanzeige beim Bootsangeln.

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Um es gleich vorweg zu nehmen: Die einstweilige Skepsis, die Phil gegenüber der Wave-Sensing Technologie geltend machte, sollte sich als unberechtigt erweisen. Dass das bestens funktioniert, konnte Philipp bei seinem Bootseinsatz bestätigen – und als echten Mehrwert für sich entdecken. Kaum auszudenken, so Philipp sinngemäß, was passierte wäre, wenn er auf diese Funktion nicht hätte zurückgreifen können. Schlaflose Nächte am Boot wären im Zuge der Wellenschwankungen die Folge gewesen. Wie Philipp im Video erklärt, möchte er die Technik nicht mehr missen. Einziger Kritikpunkt: Die Bedienung dieser Funktion über die Drucktasten ist etwas gewöhnungsbedürftig, wobei, so Philipp, sich hier schnell eine gewisse Routine eingespielt hat.

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Wobei auch diese Funktion – das gebührt die unverstellte Bewertung – an ihre natürlichen Grenzen gerät. Das ist nämlich dann der Fall, wenn die Wellen unverhältnismäßig aufbrausen und das Boot gehörig ins Schwanken bringen. Für die Funktion bedeutet das: Jede Bewegung, die über besagte 30 cm Toleranzgrenze hinausgeht, mündet in einem unfreiwilligen Piepkonzert. Der Grund: Sobald die besagten 30 cm Einmal überschritten seien, würde die Speed-Sensing Funktion der Bissanzeige greifen, wobei der weitere Wellenschlag verhindere, dass sich die Wave-Sensing-Technologie resetten könnte  – denn dies funktioniere im Rahmen eines Zeitfensters von einigen Sekunden, in denen der Bissanzeiger kein Signal von sich gibt. Die Folge: Philipp musste das Wave-Sensing durch manuelle Knopfbetätigung vermehrt resetten, um das Piep-Konzert zu beenden. Wenngleich ihn das ein Bisschen gestört hat: Man müsse sich allerdings auch vor Augen führen, so Philipp, dass es sich in einem solche Fall um extreme Einsatzbedingungen handeln würde. An der Sinnfälligkeit der Funktion würde das nichts ändern!

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Übrigens: Ungeachtet des Bootsangelns wähnt Philipp hier ein weiteres Szenario mit praktischem Mehrwert der Funktion: Was auf das Bootsangeln zutrifft, das betrifft auch die Unanfälligkeit gegenüber schwankenden Stormpole-Aufbauten – etwa dann, wenn man im Bauchtiefen Wasser aufbaut und Wind und wellen gegen das Set-Up einwirken.

Echter Mehrwert beim Ablegen: Das Bring-Home Licht

Ein weiteres Feature des R4 ist auf seiner Rückseite angebracht: Das Bring Home-Licht, dem Philipp für seine Bootsangelei nur Positives abgewinnen konnte. Hierbei handelt es sich um eine rückseitig-integrierte LED an prominenter Stelle des Bissanzeiger-Revers. Hunderte Meter vom Wasser aus sichtbar, dient dieses Licht auf einleuchtende (!) Weise dem wichtigen Zweck, nach dem nächtlichen Ablegen der Rute mit dem Boot punktgenau zum Ufer zurückzufinden. Dank dieses Lichtes kamen Philipps Bootsmanöver während des Testzeitraumes ohne Zuhilfenahme eines Echolots und GPS-Kennung aus.

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In Stichpunkten: Die Ergebnisse des Langzeittests zum R 4

Ganz schön umfangreich, das Alles, nicht wahr? Dass du bis hierhin gelesen hast  – vielen Dank dafür – , ist einerseits das Pendant der Aufbereitung des komplexen Funktionsumfangs des R4. Womöglich ist es aber andererseits auch Zeichen dafür, dass dich der R4 genauer interessiert. Nicht zuletzt, weil die Anschaffung eines solches Bissanzeiger(-sets) reichlich überlegt sein will, geben wir die abschließend Auflistung von Philipps Kritikpunkten als Entscheidungshilfe mit an die Hand:

Pros

  • Robuste Verarbeitung
  • Unanfällig gegenüber Frost
  • Solide Schnurlaufrolle und stabiler „Swinger-Tag“
  • Einfache Regulierung der Grundfunktion
  • Bring-Home-Licht (Night-Glo)
  • Wave-Sensing- und Speed-Sensing-Technologie
  • Überzeugende Batterielaufzeit: Auch nach 51 Nächten keine Ermüdungszustände
  • Wasserdichtigkeit: im Rahmen des Tests bestanden

Cons

  • bedingt-sinnvolle Sensing-Technologie für „normale“ Einsatzzwecke
  • komplizierte-, bisweilen anti-intuitive Bedienung
  • normale Werkseinstellung deckt bereits gängige Einsatzzwecke ab. In diesem Falle
  • begrenzter Tonumfang des Lautsprechers

Das Gewinnspiel: Gewinne Philipps Original-Test-Set des R4

Kommen wir nunmehr zum Gewinnspiel: Was du tun musst, um dir deine Chance auf das Original-Set, mit dem Philipp im Rahmen des Tests genagelt hat, zu sichern? 3 Dinge sind es: 1: Gehe auf den twelve ft.-Youtube-Kanal und Like das Video; 2: Abonniere den twelve ft. Youtube-Kanal; 3: Schreibe in die Kommentare, was dir am Test besonders gut gefallen hat; Hast du etwas vermisst? Gibt es es etwas, das unser Test nicht abgedeckt hat? Dann schreib‘ uns auch dies in die Kommentare.

Die Gewinnerziehung erfolgt am 21. November 2022.

Wir freuen uns auf den Feedback und wünschen dir viel Glück beim Gewinnspiel.

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