Wenn sich der Bissanzeiger endlich meldet – Markus Vorwallner

Auf geht´s zum Karpfenangeln nach Ungarn. Markus Vorwallner blickt auf eine Session am Gewässer Bucht M1 aus dem vergangenen Jahr zurück. Dies ist eine alte Schottergrube mit ca. 10 ha Wasserfläche und viel Struktur in Form von Kanten, Krautfeldern und kleinen Buchten. Doch genug der einleitende Worte, wir überlassen Markus lieber direkt das Wort. Diesen Catch-Report hat er uns zukommen lassen – los geht´s.

Meinen ersten Trip nach Bucht M1 in Ungarn werde ich nie vergessen. Den Angelplatz hatte ich für vier Tage gebucht, als Angelpartner ist mein Sohn Marcel mit dabei gewesen.

Da es unsere erste Session an diesem Gewässer war, haben wir uns zunächst mit der Stellensuche befasst. Zur genauen Spotsuche hatten wir unser Schlauchboot mit Echolot und Groundstick mitgenommen.  Zum Befüttern der Spots durfte unser Futterboot mit Echolot und GPS ebenfalls nicht fehlen.

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Wir suchten uns jeweils drei Spots zum Befischen aus. Einen weiteren hielten wir regelmäßig unter Futter, falls einer unserer gewählten Spots nicht laufen sollte. Bei mir lief es dann auch zwei Tage lang richtig schlecht – keine Aktion. Das kann jemanden schon richtig zur Verzweiflung bringen, noch dazu, wenn der Partner schon drei Fische vorne ist.

Neue Taktik – Karpfenangeln in Ungarn

Also entschied ich mich, meinen Ausweichspot zu befischen, den ich auf der gegenüberliegenden Seite an der Uferkante gewählt hatte. Als Montage wählte ich ein D-Rig, natürlich selbst gebunden. Köder war ein 20 mm weißer Boilie, den ich mit Kork aufgepoppt habe, damit er leicht über den Grund schwebt. Das Ganze transportierte ich mit meinen Futterboot ans andere Ufer.

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Als Beifutter legte ich 15 mm und 20 mm Boilies, zerteilt und gerieben, ins Boot dazu. Da mein Liquid aus war, kochte ich es selbst. Dazu zerteilte und rieb ich abermals weiße Boilies. Anschließend stellte ich einen Topf auf meinen Gaskocher, füllte einen halben Liter Wasser ein, mischte meine vorbereiteten Boilies ins Wasser und kochte das Ganze eine halbe Stunde bei kleiner Flamme. Diesen Sud schüttete ich ins Futterboot zu meiner Boiliemischung und ab ans andere Ufer damit.

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Der schwarze Torpedo

Nach ca. einer Stunde bekam ich die erste Aktion, der Swinger bewegte sich leicht nach oben und nach unten, wird doch wohl kein Amur sein, dachte ich. Ich nahm die Angelrute auf und began, zu drillen. Aber es kam nicht viel Gegenwehr, bis ich einen großen schwarzen Schatten auftauchen sah.

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Mir blieb die Luft weg, als ich den Kopf von einen schwarzen Amur auf der Wasseroberfläche sah. Im gleichen Moment trat der Amur so eine massive Flucht an, dass ich meine Rolle mit Wasser kühlen musste. Der schwarze Torpedo kämpfte eine Stunde mit mir, bis wir ihn im Kescher landen konnten. Was für ein Prachtexemplar. Als ich dann noch erfuhr, dass diese in der Bucht sehr selten gefangen werden, und nur wenige so große Exemplare darin sind, war ich umso stolzer.

Endlich begannen auch meine zwei anderen Spots, zu laufen, die mir in der letzten Nacht noch drei schöne Exemplare bereiteten. Diesen Angeltrip werde ich nie vergessen.

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