Es geht um Futter, es geht um Tackle, aber das wichtige sollte niemals vergessen werden. Der Platz, an dem du alles anbietest. Peter Schwedes erzählt dir heute kurz über seine Vorgehensweise beim Karpfen im Winter.

Peter Schwedes beim Karpfenangeln im Winter

Für mich sind diese Punkte eher zweitrangig. Meine Herangehensweise an die Winterangelei mache ich stark vom Wetter abhängig. Dabei unterscheidet sich der Winter kaum von anderen Jahreszeiten. Eine West- oder Südwetterlage mit viel Wind und Regen bringt die Fische auch im Winter in Wallung. Aber wie es in unserm schönen Hobby nun mal Gesetz ist, ist der Erfolg die Summe der Einzelteile.

Meine Taktik umschreibe ich an einem Praxisbeispiel, kurzum an meiner ersten Session in 2018. Die das oben genannte perfekt widerspiegelte.

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Peter im Praxisbeispiel

Wir schreiben den 03. Januar. Ich stehe im Hoody am Ufer und befüttere meine Stellen. Diese sind keine anderen Stellen wie im Rest des Jahres. Eine Stelle am Ufer an überhängenden Büschen und Totholz, eine weitere im Tiefen. Diese Stellen suche ich mir an den Ausläufern von Kanten oder Plateaus. Meine jetzige Stelle ist eine Kante, die die Flachwasserzone des Gewässers von dem tiefen Bereich trennt. Um es auf den Punkt zu bringen: Mit flach meine ich 1,5 Meter und mit Tief 9-12 Meter.

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Mein Futter ist kaum anders als beispielsweise im Sommer. Ich passe lediglich die Menge dem Wetter an. Ist eine Warmfront mit Sturm und Temperaturen bis über 10 Grad angesagt, füttere ich bis zu 3 kg Boilies und 3 kg Partikelmix (Ein Mix aus Tigernüssen, Erdnüssen, Maple Peas und Mais). Manche werden jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber das Verhalten der Fische ist in solchen Phasen nicht anders, als in den anderen Jahreszeiten.

An dem darauffolgenden Wochenende erschien die Wetterlage perfekt. 10 Grad, stürmisch und Dauerregen, welcher uns extremes Hochwasser bescheren sollte. Es dauerte nicht lange bis die tiefe Rute ablief. Es folgenden 5 Fische auf allen befischten Stellen. Es fühlte sich wie mitten in der Karpfenhochsaison an.

Der erste Fisch des neuen Jahres – direkt über 15 kg.
Der erste Fisch des neuen Jahres – direkt über 15 kg.
Keine 2 Stunden später lief wieder die Tiefe Rute ab und der zweite Fisch für 2018 lag im Kescher. Diesmal 16,5 kg damit deutlich über 15 kg.
Keine 2 Stunden später lief wieder die Tiefe Rute ab und der zweite Fisch für 2018 lag im Kescher. Diesmal 16,5 kg damit deutlich über 15 kg.

Kurz vor dem Einpacken lief dann die Chod-Rig Rute ab und dieser 15 kg+ Spiegler lag auf der Matte. Die darauffolgende Nacht verbrachte bei meinem Teamkollegen Najib am Altrhein. Wir hatten zusammen 7 Aktionen.

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Dieser Fisch ist eine der kuriosesten Kreaturen, die ich jemals sehen konnte. Was diesem Schuppi wohl passiert ist, dass er solche Verformungen davongetragen hat. Nach der Nacht mit Najib kehrte ich wieder zurück an meinem See. Das Wetter hatte sich komplett geändert. Der Wind kam aus Nordost und der Regen hörte auf. Der Januar-Spuk war vorbei und die Köder bleiben unberührt.

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