Jedes Jahr aufs neue explodieren diese Mistviecher im Frühjahr – Zecken. Wir haben das Gefühl, die Biester werden von Jahr zu Jahr mehr. Geht´s dir genauso? Wir beschäftigen uns heute mit der Ausbreitung von Zecken in Deutschland und zeigen, welche Gebiete aktuell als Risikogebiete gelten.

Wenn man in den Sommermonaten am Wasser unterwegs ist, können wir nur raten, sich regelmäßig nach Zecken abzuchecken. Zecken halten vor allem in hohem Gras und Unterholz auf und finden von dort oftmals den Weg auf unsere Haut. Auch wenn es doof aussieht, Hose in die Socken stecken ist ein schon ein Anfang, um sich vor den Viechern zu schützen.

Risikogebiete in Deutschland

Bei milden Temperaturen werden Zecken wieder aktiv. Zecken sind Parasiten, die Krankheiten übertragen können. Bei einem Stich besteht die Gefahr, an FSME zu erkranken. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Hirnhaut- beziehungsweise Gehirnentzündung, ausgelöst durch das FSME-Virus.

In Deutschland besteht laut Robert Koch Institut ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Niedersachsen. Ein Kreis wird als Risikogebiet definiert, wenn in einem Fünfjahreszeitraum in dem Kreis oder in der Kreisregion, bestehend aus dem Kreis und allen angrenzenden Kreisen, mehr als ein Fall pro 100.000 Einwohner aufgetreten ist.

Aktuell sind rund 170 Kreise in Deutschland als FSME-Risikogebiete definiert. Im Jahr 2020 wurde mit 704 FSME-Erkrankungen die bislang höchste Anzahl Erkrankungen seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet. Eine Übersicht über die einzelnen Risikogebiete in Deutschland stellt das Robert Koch Institut auf ihrer Webseite an dieser Stelle zur Verfügung.

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Vor Zecken schützen – das hilft

Ein Zeckenstich lässt sich nicht mit 100-prozentiger Sicherheit vermeiden. Dennoch gibt es ein paar simple Vorsichtsmaßnahmen, auf die du in den Sommermonaten achten solltest:

  • Kleidung sollte die Haut möglichst vollständig bedecken. Die Hose kann zudem in die Schuhe gesteckt werden, damit die Zecke nicht so leicht unter die Kleidung krabbeln kann
  • insektenabweisende Mittel verwenden. Diese helfen jedoch immer nur eine kurze Zeitspanne und müssen immer wieder aufgetragen werden. In der Apotheke kann man sich beraten lassen, welche Produkte am besten für einen geeignet sind
  • regelmäßig nach Zecken absuchen, besonders an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Intimbereich
  • Zecken, die bereits gestochen haben, mit einer Zeckenschlinge oder Pinzette rasch entfernen
  • Haustiere, die dich am Wasser begleiten, sollten ebenso sorgfältig abgesucht werden. Oft hängen die Zecken nur im Fell und können so leicht auf den Menschen übergehen.